Früher ...

Bis in die 1950er Jahre, also nach dem 2. Weltkrieg, waren Rinder in der Landwirtschaft gefragte Zugtiere. Zum Teil wurden sie selbst bei schon im Betrieb vorhandenen Traktoren parallel in Zeiten höchster Arbeitsintensität eingesetzt. Es wurde also bei der Zuchtwertschätzung nicht nur auf Milch und Fleisch geachtet, sondern auch auf die Arbeitsleistung. Man setzte für die Zuchtwertigkeit die 3 Bereiche z.B. bei den Simmentaler Rindern in der Schweiz in ein Verhältnis von 55:25:20, das heißt die Arbeitsleistung floss zu einem Fünftel in die Wertigkeit ein. Die durchzuführenden Tests wurden auf einem dem Rind fremden Rundkurs veranstaltet um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. So waren regelmäßig gearbeitete Deckstiere auch in Zeiten wo keine rindernden Kühe belegt wurden von Nutzen und blieben aktiver bei besserer Deckleistung. (Über die Erziehung der Kühe und Zuchtstiere zur Arbeit; P.Moser; pdf 392,1 KiB)